Passend zur bayerischen Demenzwoche ging es im September im Gottesdienst für demenziell Erkrankte um die Schallplatte, die viele Parallelen zu älteren Menschen aufzeigt: Nicht nur das Alter, sondern auch die Probleme sind sehr ähnlich. Pastoralreferentin Maria Garsky erklärte: Jede und jeder wird älter, wir bekommen nach und nach Falten und Narben ähnlich wie eine Schallplatte. Kratzer und Staub sind die häufigsten Ursachen, wenn die Platte hängt, sie immer wieder zur selben Stelle zurückspringt und wir dann immer wieder dieselbe Stelle hören. Ablagerungen spielen gerade bei Alzheimer und weiteren demenziellen Erkrankungen eine große Rolle. Leider lassen sich diese nicht so leicht entfernen wie Staub auf einer Schallplatte. So sind ein typisches Phänomen dafür Wiederholungen bei der betroffenen Person: immer wieder wird dasselbe erzählt oder gefragt, wie eine Schallplatte, die hängt. Da ist viel Geduld und Liebe gefragt.
Garsky zitierte dazu den Apostel Paulus, der den Menschen in Kollossä Ratschläge gibt, damit ihr Zusammenleben gelingen kann. Diese Empfehlungen sind auch für uns heute noch zutreffend: Ertragt einander in Liebe und Geduld.
Auch an eine gute Pflege wurde gedacht, bei Schallplatten genauso wie bei Menschen. So wurde in den Fürbitten für die Pflegekräfte und Angehörigen gebetet, dass sie immer mit Geduld, Verständnis und Liebe die Pflegebedürftigen unterstützen.
Maia Garsky

