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Gemeinsames Statement der Seelsorgekonferenz

Aktuelle Position
Zum Umgang mit politischen Veranstaltungen in kirchlichen Räumen

In den letzten Tagen ist im Umfeld der geplanten Diskussionsveranstaltung der KAB zur Oberbürgermeisterwahl eine intensive kircheninterne Diskussion entstanden. Anlass war die Einladung aller kandidierenden Personen, darunter auch des Kandidaten der AfD.

Vor diesem Hintergrund hat die Seelsorgekonferenz der Stadtkirche ein gemeinsames Statement zum Umgang mit politischen Veranstaltungen in kirchlichen Räumen formuliert, um unsere grundsätzliche Haltung zu klären und öffentlich transparent zu machen.

In einem gemeinsamen Gespräch mit der KAB und der Kirchenverwaltung Christkönig wurden die unterschiedlichen Perspektiven ausgetauscht und die jeweiligen Verantwortlichkeiten benannt. Bei der Veranstaltung handelt es sich um eine Bildungsveranstaltung der KAB, für deren Durchführung sie allein verantwortlich ist.

Die Veranstaltung findet wie geplant statt. Zugleich macht die Seelsorgekonferenz mit ihrem Statement ihre eigene Haltung sichtbar und zieht daraus Orientierung für zukünftige Veranstaltungen.

Uns ist wichtig, beides miteinander zu verbinden: die Bereitschaft zum Dialog und die Klarheit über unsere kirchlichen Grundüberzeugungen.

Wir danken allen Beteiligten für die Bereitschaft zum Gespräch und das gemeinsame Ringen um einen verantwortbaren Weg.


Das Statement im Wortlaut


Als Seelsorgekonferenz der katholischen Stadtkirche in Schweinfurt halten wir fest:
Wir sind grundsätzlich und ausdrücklich bereit, mit allen Menschen und gesellschaftlichen Akteur*innen im Gespräch zu bleiben. Der offene Dialog, das Zuhören und das gemeinsame Ringen um verantwortliches Handeln gehören zu unserem kirchlichen Auftrag.

Zugleich sehen wir uns dem christlichen Menschenbild, der unantastbaren Würde jedes Menschen, dem Gebot der Nächstenliebe und der Solidarität verpflichtet. Positionen, die auf Ausgrenzung, Abwertung oder die Relativierung der gleichen Würde aller Menschen zielen, widersprechen diesen Grundlagen.

Vor diesem Hintergrund gilt für uns:
Rechtsextremen, rassistischen oder menschenfeindlichen Positionen bzw. Mitgliedern von Organisationen und Parteien, die solche vertreten, geben wir in kirchlichen Räumen kein Podium und keinen institutionellen Raum. Das bedeutet keine Verweigerung des Gesprächs mit Menschen, wohl aber eine klare Grenze gegenüber
Ideologien, die unseren Grundüberzeugungen widersprechen.

Kirchliche Räume sind Teil unseres öffentlichen Zeugnisses. Ihre Nutzung ist nicht neutral, sondern immer auch Ausdruck dessen, wofür Kirche steht und wofür sie Verantwortung übernimmt.

In all dem wissen wir uns bestärkt durch die Deutsche Bischofskonferenz. Wir verstehen diese Haltung als Voraussetzung dafür, dass Kirche auch in der Öffentlichkeit glaubwürdig bleibt.