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Gespräche am Lagerfeuer - Ist Gott demokratisch?

​​​​​​​Wie das Volk Isreal auf seiner Wanderung ins gelobte Land versammelten sich Christen in der langen Nacht der Demokratie am 02.10. ab 17:30 Uhr im Zelt und am Lagerfeuer auf dem Marktplatz. Sichtbar, hörbar und im Rauch des Feuers sogar riechbar konnte man das Angebot über Gott und Demokratie offen ins Gespräch zu kommen, wahrnehmen.

Das taten dann auch zahlreiche Passanten im Dialog mit den anwesenden Seelsorgerinnen und Seelsorgern, sowie den Engagierten des Rats im pastoralen Raum Schweinfurt (ehemals PGR). Die Themenpalette reichte von Kritik und Anfragen an die Institution Kirche, die durch ihre hierarchische Struktur demokratischen Beteiligungsformen nur ausgewählte Bereiche zuweist, über Erfahrungen mit Gott als Stütze in undemokratischen persönlichen Situationen bis hin zu Diskussionen über Kirchenasyl und politischen Positionierungen kirchlicher Vertreter. Die Gespräche waren von Offenheit und Engagement geprägt und man konnte eine Atmosphäre des Zuhörens und eines durchaus „demokratiefreundlichen Gottes“ erleben. Die einladende Stimmung beim Sitzen um das Lagerfeuer mag so Manchen im Vorbeigehen berührt und den Wunsch geweckt haben, da vielleicht doch auch irgendwie dabei sein zu wollen. Das Signal, dass Kirche sich öffnet, den Weg zu Menschen, gerade auf dem Marktplatz, sucht und sich auch kritischen Anfragen stellt, war auf jeden Fall an diesem Abend sichtbar. Im Rahmen der vielfältigen Angebote rund um den Marktplatz zu Aspekten der Demokratie war diese offene Gesprächseinladung ein unverzichtbarer Bestandteil. Dass am Schluss dann auch die Stadt und die Menschen, die sich um Demokratie und Verständigung bemühen und sorgen, ins Gebet und unter den Segen Gottes gestellt wurden, war der spirituelle Beitrag für die Stadt und ihre Bürger.

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