„Menschenskind – das gibt´s doch gar nicht!“ mögen so manche der Besucher des Gottesdienstes am Heiligen Abend in St. Anton gedacht haben, als Diakon Joachim Werb mit Unterstützung der erfahrenen Ermittlerin PM Fabienne Folger einen Platz für das Menschenkind Jesu am Anfang in der voll besetzten Kirche suchte. Im Laufe des Gottesdienstes wurde die Polizistin dann doch fündig und brachte ihren „Fahndungserfolgt“ musikalisch zum Ausdruck. „Jesus ist geboren, in Betlehem und überall, das Wunder, das uns menschlich macht, beginnt im armen Stall“ – konnte man von ihr mit beeindruckender Stimme gesungen hören. Gefühlvoll und virtuos von Diakon Johannes Hofmann an der Gitarre begleitet, zeigte sie, das sich Polizeidienst, Musik und Glaube sehr gut verbinden lässt. Von „guten Verbindungen“ getragen war insgesamt der ganze Gottesdienst, dem Gerhard Vonend an der Orgel und Martin Dummer an der Trompete weihnachtlichen Glanz verliehen. So verbanden sich moderne Lieder und Interpretationen mit den klassischen Klänge traditioneller Weihnachtslieder. Nach dem gekonnten und verbindenden Lektorat Martina Werbs nahm die ausführliche Ansprache des Diakons die Anwesenden mit auf Spurensuche für den Platz der Krippe bei uns. Sicherlich überraschend für manche die Szenerie eines Stalls „im Haus“ mit einer Krippe, in den das Kind gelegt wurde. Die Hirten als Erstadressaten der Friedensbotschaft der Engel kommen hinzu und erleben den Startpunkt Jesus nicht als Ausgrenzungsgeschichte, sondern als einen Moment des Zusammenrückens, Platzmachens und Teilens. Der weihnachtliche Friede beginnt genau dort, wo diese Momente Raum greifen. Das galt damals genauso, wie es heute notwendig ist, dem „Wunder, das uns menschlich macht“ einen Platz in unseren Häusern, in den Familien und dem Zusammenleben aller zu geben.
Das Fahndungsergebnis war also positiv und der großzügige Applaus zeigte, dass diese Botschaft ihren Platz in den Herzen gefunden hat. Wesentlich dazu beigetragen hat auch die weihnachtliche Atmosphäre in der Kirche mit festlichem Christbaum, Krippe und Weihnachtslichtern, die am Ende jeder mitnehmen konnte. Für die Realisierung dieser Gestaltungen ein herzliches Dankeschön.




















































